Icom Simulations fhrte als erste Software Firma berhaupt, eine Menfhrung und Steuerung bei Adventures ein, die auf Icons beruhte. DEJU VU war also noch lange bevor LEISURE SUIT LARRY das Licht der Welt erblickte, das erste Adventure, das nicht mehr als Text Adventure einzuordnen ist. Das Spiel erschien zuerst auf dem Apple Macintosh und wurde etwas spter auch fr IBM Personal Computer umgesetzt. Das Spiel dreht sich um das Chicago der dreiiger Jahre. Man hat es also mit wenig Alkohol und vielen Gangstern zu tun. Man bernimmt die Rolle des Privatdetektivs Ace Harding, der ordentlich in die Scheie (Tut mir leid, aber man kann es nicht besser formulieren) getreten ist.

Man wacht auf und der Kopf unseres Alter Egos Ace Harding schmerzt, als ob er eine mehrwchige Zechtour hinter sich gebracht htte. Ein ganz gewaltiges Katzenvieh mu auf unserem Kopf sitzen. Das schlimmste aber ist, da man sich an berhaupt nichts erinnern kann. Man wei sogar seinen Namen nicht mehr, ganz zu schweigen davon wo man sich befindet. Das Gedchtnis von Ace Harding ist wie weggefegt. Der Umstand, da man in einer Herrentoilette einer schmuddeligen Bar aufwacht hilft nicht viel weiter. Denn das Etablissement ist geschlossen und keine Menschenseele zu sehen. Es sein denn, man kann die Leiche im ersten Stock als solche noch bezeichnen. Der Arme Kerl wurde anscheinend mit einer Pistole erschossen, die unserem Revolver verdammt hnlich sieht. Au Backe!

Die Lage wird sogar noch schlimmer, denn man erhlt grundstzlich keine Antworten sondern meist nur weitere Fragezeichen. Wer hat uns unter Drogen gesetzt? Warum hat er dies getan? Und wer ist die Leiche? Komisch ist auch, da die Polizei bereits nach uns fandet, obwohl die Leiche doch noch gar nicht gefunden und gemeldet wurde. Die wichtigste Frage aber ist, warum die Splung auf der Damentoilette, wenn sich schon mal die Gelegenheit bietet, kaputt ist? Zu allem berflu scheint auch noch unser persnlicher Freitag der Dreizehnte zu sein. Denn neben der Polizei, der organisierten Kriminalitt sind auch gewhnliche Straenruber und sogar ausgewachsene Alligatoren hinter uns her. Wer all diese Probleme lsen kann, wird mit stolzer Brust mindestens zwei Wochen durch die Gegend stapfen.

DEJA VU ist wie bereits gesagt von den Entwickler auf Komfort ausgerichtet worden. Alle Aktionen werden mit der Maus ausgefhrt. Dazu hat man mehrere Verben auf dem Bildschirm eingeblendet. Diese knnen mit den unterschiedlichen Gegenstnden verknpft werden. Zum Beispiel wenn man seinen Ballermann an dem gefrigen Alligator erproben will, mu man zuerst Operate auswhlen, dann auf den Revolver klicken und zum Schlu nochmals auf den Alligator und schon bekommt das Vieh eine blaue Bohne verpat. Will man einen Raum untersuchen klickt man einfach auf Examine und dann in das dargestellte Bild. Die Tastatur wird nur zur Eingabe von Filenamen beim Abspeichern oder von Codezahlen gebraucht.

DEJA VU war damals eine richtige Sensation. Heute sind wir leider schon etwas verwhnt und knnen nicht mehr mit der gleichen unverbrauchten Begeisterung an Spiele herantreten. Die Story ist ganz schn kompliziert, reicht aber noch nicht an klassische Infocom Adventures heran. Wer aber genau aufpat und die Ansichten genau untersucht wir schon weiter kommen. Auerdem wird die Story von DEJA VU auf humorvolle Weise erzhlt. Man bekommt Einiges zu lachen. Grafisch bietet DEJA VU nach heutigen Mastben nur verpixelte Standbilder. Damals war aber nicht mehr mglich und die EGA Grafikkarte wurde vollends ausgentzt. Der Sound und die Musik sind von hnlicher Qualitt. Sie wrden also heute keinen mehr begeistern. DEJA VU mu man einfach gespielt haben, ansonsten kann man in Sachen Adventures berhaupt nicht mitreden, also holt Euch ein Exemplar. Viel Spa beim Suchen!