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Longplay zu
 DIE HHLE
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Als erstes Spiel aus der C64 Retro Line Games- Serie von Eckhard Borkiet berichteten wir schon in der Cevi-aktuell 04/2005 ber Die Hhle. Nun endlich hatte ich einmal Zeit, das Spiel komplett durchzuspielen. Hier also der Lsungsweg: 

Lieber Arthur, auf der Suche nach dem von Dir beschriebenen Relikt fand ich mich nach langer Wanderung vor jener Hhle wieder, deren Lage Du mir in Deinem letzten Briefe schildertest. Der Eingang scheint versperrt, doch ein Blick hinter den in der Nhe des Hhleneingangs wuchernden Busch enttarnte einen kleinen Hebel, nach dessen Bettigung der Eingang entriegelt wurde und von mir geffnet werden konnte. Der Weg ins Innere der Hhle war nun also frei  

ich atmete noch einmal tief durch und begab mich ins unheimliche Dunkel, da mir dort entgegenstarrte. Im ersten Raum sah ich nur eine verschlossene Truhe und ein Kreuz mit blasphemischen Symbolen. In der Annahme, da ich dieses Kreuz noch einmal bentigen knnte, stecke ich es ein. Die Truhe jedoch bliebt vorerst verschlossen. 

Daher ging ich weiter nach Norden in den nchsten Raum: Den Altarraum. Das verkehrte Kreuz auf diesem lie darauf schlieen, da hier das blasphemische Kreuz abzustellen war  und tatschlich, nachdem ich es dort abstellte, entriegelt sich ein weiter Gang. Zudem entdecke ich nun eine Flasche, in der ein Schlssel steckte. Was blieb mir also anderes brig als die Flasche zu zerschlagen und den Schlssel zu entnehmen. Dieser Schlssel passte in die Truhe aus dem Vorraum, in der ich dann einen groen schwarzen Edelstein fand und entnahm. 

Zurck im Altarraum fiel nun mein Blick auf ein Brett, da bei nherer Betrachtung offenbar einmal eine Schiffsplanke war: ich erkannte deutlich das eingeritzte Wort Asara  lieber Freund, ich nehme an, auch Dir fhrt beim Lesen dieses Namens ein kalter Schauer ber den Rcken, denn auch Du wirst Dich noch an die schrecklichen Legenden erinnern, die sich um dieses alte, verschollene Schiff ranken. 

Ich nahm auch dieses Brett an mich und schritt durch den Altarraum weiter, durch einen langen Hhlengang hindurch zu einem Raum mit drei Gngen: einer fhrte nach Osten, einer nach Westen und einer nach Norden. Ich nahm zunchst den stlichen Raum, der voller Germpel war. Dort ersphte ich Unglcklicher unter einem Steinhaufen eine Leiche, die einen Schlssel bei sich trug. Vorsichtig und mit zittriger Hand nahm ich diesen von dem grausam zugerichteten Menschenreste und trat wieder zurck in den Raum mit den drei Gngen, wobei ich nun in den westlichen Raum wieterschritt. 

Hier war nichts weiter erwhnenswertes auer einer Fackel aus Knochen, die ich an mich nahm. Abermals trat ich in den Vorraum, und schritt nun nach Norden, um nach einem weiteren dsteren Hhlengang vor Gefngnisszellen zu stehen. Ich ging nach Westen und oeffnete die vor mir liegende Metalltr, als ich hinter mir noch einen Raum entdeckte  offenbar eine Bibliothek. Hier war auer den vielen Bchern noch eine Schauffel zu finden. Zudem sah ich ein Bild an der Wand, das eine grauslige Gestalt zeigte, die aus einem Brunnen stieg. Dieses Gemlde brannte sich mir sofort ins Gedchtnis. 

Und als ich gerade den Raum wieder verlassen wollte, dachte ich, es knnte nicht schaden, noch einen Blick in die Bcher zu werfen, die hier standen. Was soll ich sagen, in einem las ich etwas von den alten Herrschern, die vor Jahrmillionen aus der Schwrze des Alls gekommen waren, um die Erde zu ihrem Reich zu machen. Als ich das Buch zurckstelle, fiel mir auf, da das Regal recht leicht zu verschieben war. 

Also schob ich es beiseite und entdeckte einen anderthalb Meter langen Stock, den ich mitnahm  ich wusste noch nicht so recht, wozu, aber er war sicher nicht umsonst so geschickt hier versteckt worden. Ich verlie anschlieend die Bibliothek und schritt auch durch die Metalltr hindurch weiter nach Norden: hier waren berall Gefngniszellen. Wer hier warum gefangen gehalten wurde, teurer Freund, vermag ich nicht zu sagen. Schreckliches mssen sie wohl getan haben, wenn Sie diesen Ort verdient hatten  w e n n sie ihn denn verdient hatten. 

Ich ging weiter zur Zelle Z5, stlich, wo ich verbogene Gitterstbe bemerkte. Du kannst Dir sicher vorstellen, da dieses Bild nicht eben zu meiner Beruhigung beitrug, doch dennoch schritt ich weiter nach Osten zur Zelle Z4, in der ich ein kleines schwarzes Pckchen entdeckte. Mit der Hand vermochte ich es nicht zu erreichen, doch mit dem Stock, den ich noch bei mir trug, konnte ich es so nah an die Gitterstber heranholen, da ich es schlielich mit den Hnden greifen konnte. 

Darin fand ich Streichhlzer, die ich unversehens dazu nutzte, meine Knochenfackel zu entznden  was fr eine feine Sache doch so eine Fackel ist, dort unten, in der Finsternis und Klte! Weiter stlich sah ich eine Hhlengrotte, in der sich ein Brunnen befand. Soweit ich im fahlen Scheine der Fackel erkennen konnte, zog sich eine Blutspur in den Brunnen ... ich zgerte. Ich hatte das Bild aus der Bibliothek vor Augen, in der eine grliche Gestalt aus einem Brunnen trat  war es dieser Brunnen? 

Wie in Trance griff ich in meine Hosentasche und zog den Edelstein heraus, um ihn auf den Brunnenrand zu legen. Irgendetwas in mir sagte mir, ich msse dort hinunter  doch wie nur? Womglich musste ich mich zunchst weiter umsehen. So ging ich wieder westlich aus der Grotte, und von der Zelle Z4 aus sdlich zur Zelle Z3, wo ich im Osten einen Durchgang zu einem unterirdischen Teich entdeckte. Darauf schwamm ein Gemlde. Ich schritt also ein paar Meter in den Teich, und suchte, da Bild zu untersuchen. 

Es zeigte eine Gestalt, die vor einem Menschen mit einem emprogehaltenen Steine zurckwich  einem solchen, wie ich ihn am Brunnenrande niedergelegt hatte. Als ich das Bild gerade aufnehmen wollte, verschlang der Teich es. Erschrocken zog ich mich aus dem Teich zurck. Was trieb hier nur sein Unwesen, war es gar der Teufel persnlich? Ich ging sdlich zum Ufer des Teiches. Hier war weiter oben ein noch unerreichbares Felsplateau zu sehen, und etwas blitzte im Schlamm. 

Mit der Schauffel grub ich danach, und fand einen Hammer. Was sollte ich nun damit anfangen? Da erinnerte ich mich an das Holzfa im Raum mit dem Germpel, wo ich auch schon den Verlieschlssel fand. Womglich kme ich dort weiter, dachte ich, und tatschlich: nachdem ich das Fa zerschlagen hatte, fand ich ein Seil, das ich an mich nahm. Damit konnte ich in den Brunnen hinabsteigen, lang genug schien es zumindest zu sein. Also ging ich zurck zu der Hhlengrotte und stieg hinab in den Brunnen. Den Edelstein lie ich am Brunnenrande liegen. 

Die Fackel war mir eine groe Hilfe beim Hinabsteigen, ohne sie htte mir schlimmes passieren knnen. Dort unten war alles ausgetrocknet, und im Sand blitzte mich etwas an  als ich danach grub, stellte sich heraus, da es ein Dolch war. Ich nahm diesen an mich und stieg wieder auf  oben hrte ich merkwrdige Laute, doch als ich oben angekommen war, war weit und breit nichts zu sehen. Den Edelstein steckte ich auch wieder ein. Wohin sollte ich jetzt gehen, hier unten, dachte ich, war doch nun soweit alles erforscht. Ich berlegte eine Weile, da fiel mir ein, da ich ja am Ufer des unterirdischen Sees ein Felsplateau gesehen hatte, das nachen oben fhrte, wenn meine Erinnerung mich nicht trog. 

Ich schritt also schnell zurck zum Ufer, wo sich mir pltzlich eine grusige Gestalt von unbeschreiblicher Hlichkeit in den Weg stellte. Ich erstarrte vor Angst. Was sollte ich tun, das Geschpf der Unterwelt kam auf mich zu. Ich griff in meine Jacke und hatte den Dolch schon in der Hand, da erinnerte ich mich an das Bild, das ich im See gesehen hatte  der Edelstein! So nahm ich diesen an des Dolches statt hervor und das Ungetm wich zurck. 

Ich zitterte am ganzen Leibe, doch als ich mich beruhigt hatte, warf ich das Seil ber das Plateau, an dessen oberem Ende es sich verfing, und stieg hinauf. Dort angekommen erblickte ich hinter einem Felsen eine Strickleiter, die wieder weiter noch oben fhrte. Ich erklomm auch diese Steige und fand mich im Garten vor einem alten Hause wieder. Als erstes wollte ich durch die Tr hinein, doch diese schien nicht nur abgeschlossen, sondern auch von innen versperrt. Da sah ich eine an die Hauswand gelehnte Leiter. Ich lehnte sie so an das Haus, da ich das obere Dachfenster des Hauses erreichen konnte, und dort einstieg, nachdem ich es geffnet hatte. 

Auf dem Dachboden des Hauses gab es nichts, auer einem Bett und einem merkwrdigen Flakon, der mich nicht weiter kmmerte. Ich untersuchte das Bett, konnte aber nichts merkwrdiges finden. Doch durch die Ritzen des Bodens drang ein schwacher Lichtschein zu mir vor. Also schob ich das Bett beiseite und eine Tr im Boden tat sich mir auf, die ich hinabstieg  zu meinem Glck, mein Freund, hatte ich noch das Brett bei mir, da ich benutzen konnte, um nicht in die zahlreichen Lcher dort unten im Wohnraume zu fallen. Ein schrecklicher und unbeschreiblicher Geruch verwirrte meine Sinne. 

Noch als ich mich umsah  wozu ich kaum kam  hrte ich immer wieder merkwrdige Gerusche, und mit einem Mal stand ein Kultist in einer roten Robe im Raume, er mute wohl aus dem Boden emporgefahren sein. Ich starrte ihn nur kurz an, seine Augen konnte ich nicht sehen. Dann zog ich rasch den Dolch hervor und traf ihn damit genau ins Herz  mit einem grlenden Schrei verschwand daraufhin dieser im Dunkel der Tiefe in einem der Lcher im Boden, aus denen er wohl auch gekommen war. 

Zurckgelassen hatte er jenes Relikt, das wir demnchst genauer zu untersuchen haben werden, wenn ich zu Dir reise. Ich hoffe, Du hattest nicht allzu groe Mhe, meine Schrift zu lesen, die ich  mittlerweile daheim  mit zittriger Hand geschrieben habe. In ein paar Tagen mach ich mich auf den Weg zu Dir, bitte gedulde Dich noch so lange, mein Herz und meine Sinne brauchen nun ein wenig Erholung. Dein Freund James


Lsung von Boris Kretzimger
CEVI-Aktuell - 2005.08